Kanada
Studienfahrt nach Kanada - „Je me souviens...“
...und das für immer. Vergessen wird dieses Abenteuer jedenfalls keiner der Beteiligten, soviel ist sicher. Um es gleich vorweg zu nehmen: Die beiden Wochen in Kanada waren einfach unglaublich!! Unglaublich interessant, eindrucksvoll, spannend, erlebnisreich – eben einfach unvergesslich.
Nun sitzen wir wieder im Flugzeug zurück nach Dresden, auf die andere Seite des großen Ozeans. Es ist verrückt, wie schnell und gleichzeitig doch langsam die Zeit vergehen kann, wenn man sich woanders wohlfühlt und so viel erlebte wie wir in den letzten 13 Tagen. 23 Schülern der Oberstufe des Gymnasiums Dresden-Plauen haben sich vom 08.10. bis 21.10.2011 auf Studienfahrt nach Québec gemacht. Es fällt schwer die vielen und neuen Eindrücke in Kürze wiederzugeben.
Die lang ersehnte Reise begann in Montréal. 2 Tage erkundeten wir die Stadt mit der tollen Skyline, die einfach so amerikanisch und ganz und gar nicht europäisch ist. Es lag eben doch der große Teich zwischen uns und der Heimat. Montréal ist einfach „incroyablement beau“, um es mit unserem so oft gesagten „Wort des Tages“ auszudrücken. Aber wie soll man es auch anders sagen? Vor allem die Sicht vom Mont Royal war für uns alle besonders beeindruckend, wie die Millionenstadt uns da zu Füßen lag.
Geführt von einer äußerst sympathischen jungen Dame erfuhren wir nicht nur viel über die Geschichte Montréals, sondern uns konnte auch ziemlich deutlich das québecische Lebensgefühl nahe gebracht werden, etwa beim „TamTam“, eine Art „Festival“, dass immer am letzten Sonntag der Woche am Fuß vom Mont Royal stattfindet. Der Besuch einer chinesischen Lichterillumination und des Biodômes (hier gab es unzählige Tiere und Pflanzen von der ganzen Welt zu sehen) rundeten den Aufenthalt ab.
Am 10.Oktober ging es dann auf kanadischem Highway mit dem Bus nach Québec City, wo wir die nächsten 9 Tage in unseren Gastfamilien verbringen sollten. Die Vorfreude war wahnsinnig groß, alle nach etwas über einem halben Jahr endlich wiederzusehen. Zu erwähnen ist noch, dass in vielen Gastfamilien für die ersten drei Tage zusätzlich noch spanische Austauschschüler untergebracht waren. Die Kommunikation erwies sicher aber als äußerst kompliziert, da diese weder Englisch, noch Französisch in ausreichendem Maße verstanden.
Am Morgen darauf wurden wir mit einem gemeinsamen (sehr süßen) Frühstück herzlich in der Schule begrüßt. Nach der Schulbesichtigung wusste man sofort wieder, dass man sich auf dem amerikanischen Kontinent befand – zur Schule gehörte ein ziemlich großer Sportkomplex mit integrierter Schwimmhalle, die alle kostenlos benutzen konnten.
Die folgenden Tage machten wir Québec unsicher: wir besuchten die Schule, lernten die Stadt kennen, aber auch die Umgebung und die schöne Natur. Wir waren wandern, besser gesagt Bergsteigen – es ging geradewegs die Skipiste hoch. Die Strapazen wurden aber beim Ausblick von oben schnell vergessen. Auch die Laubfärbung war zur Zeit unseres Besuches einfach wunderbar. Es war genau das Ende vom „indian summer“. Wir besuchten auch den höchsten Wasserfall Nordamerikas und ein touristisches Indianderdorf mit echten Ureinwohnern. Über die Problematik der Ureinwohner wurde dann später noch ausgiebig diskutiert.
Zum Unterricht nur so viel: in Deutschland für uns nicht vorstellbar. Es herrschte teilweise eine Lockerheit vor, bei der man dachte, Schüler und Lehrer hätten die Rollen vertauscht. Es hatte den Schein, jeder würde das machen, was er gerade will.
Sonst hatten wir viel Spaß mit unseren Austauschpartnern mit denen wir die Nachmittage verbracht und viel erlebt haben. Durch das Leben in den Familien haben wir auch einen kleinen Einblick in ein anderes Leben bekommen, in ihren Alltag. Es ist erstaunlich, was teilweise für enge Verbindungen zwischen uns Deutschen und den Kanadiern entstanden sind. Wir waren einfach eine perfekte Truppe, die wie füreinander gemacht war. Entsprechend genossen wir den letzten Abend. Die Québecer organisierten für uns ein Abschlussessen in einem Restaurant und wir machten bei Nacht noch eine Fährüberfahrt über den St. Lorentz Strom. Umso schwerer viel der Abschied am nächsten Tag, bei dem viele Tränen vergossen wurden.
Diese Fahrt wird allen als etwas ganz besonderes in Erinnerung bleiben und wir sind alle sehr dankbar, dass wir diese Fahrt machen konnten. Wir wünschen uns, dass auch nachfolgende Jahrgänge die Möglichkeit erhalten, eine Exkursion nach Kanada machen zu können. Diese unglaublichen Eindrücke sollten keinem vorenthalten werden. Und schließlich haben wir bei unserem „journée allemand“ Dresden und Deutschland auch im Ausland positiv präsentiert, was nicht vergessen werden darf.
Jeder von uns wird andere Erlebnisse in Erinnerung behalten zB.: die Fahrt mit einem gelben amerikanischen Schulbus. Denn dies zeigte uns, wie ähnlich Québec und die USA doch in manchen Dingen sind. Doch auch die französischen und britischen Einflüsse sind nicht zu übersehen.
Die Zeit in Québec war wunderbar und die Menschen dort sind herzlich und gastfreundlich, weshalb beim Abschied schon oft vom nächsten Wiedersehen gesprochen wurde. Und das wird kommen!
Doch man sollte gehen wenn es am schönsten ist. - Québec – nous nous souvenions –
Damit wir all das erleben durften und nun um einiges reicher an Erfahrungen und Erlebnissen sind, geht noch einmal ein großes „Merci“ an unsere Lehrer, Frau Wolfram-Wenzel und Frau Freiesleben (Madame Vielibre), und an alle, die uns diese tolle Reise auf die andere Seite des Ozeans ermöglicht haben.
Lars Fehlauer(Ma 12), Luise Weber (D 12), stellvertretend für alle die mitgefahren sind






